Montag, 7. April 2014

2014-April-07 US-Märkte & Indizes Wochenausgabe (Aktienmarkt vor Trendwechsel?)



Herzlich willkommen zur 399ten Ausgabe der Formationstrader „Sektion US-Märkte & Indizes

In der letzten Handelswoche probte der S&P 500 den Ausbruch aus der High-Base-Konsolidierung im Wochenchart. Der Ausbruch konnte aber zum Ende der Woche nicht verteidigt werden, so dass die regelkonforme Auflösung der Konsolidierung gescheitert ist. Misslingt ein Ausbruch aus einer Formation, ist dies in der Regel ein klares Schwächezeichen, was in der Regel eine deutliche Reaktion auf der Gegenseite provoziert. Ein Ausbruch auf der Unterseite der High-Base ist somit wahrscheinlich. Bei den Indikatoren auf Wochenbasis sind bisher noch keine negativen Zeichen zu erkennen, doch muss man sich hier einer gewissen Verzögerung bewusst sein. Der Trend auf Wochenbasis ist noch intakt. Die Reversalkerze der letzten Woche gepaart mit dem gescheiterten Ausbruch aus der Konsolidierungsformation, mahnt allerdings schon jetzt zu äußerster Alarmbereitschaft. Unterschreitet der S&P 500 auf Wochenbasis die 1.830 bis 1.840 – hier verläuft die untere Begrenzung der High-Base, die rote mittelfristige Aufwärtstrendlinie und der 20 Wochen gleitende Durchschnitt – ist eine Abwärtsbewegung bis zunächst 1.800 und "vielleicht" sogar 1.740 wahrscheinlich. 

Auf Tagesbasis ist mit der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen am Freitag, (zumindest vorbörslich) das erste erwartete Kursziel der letzten Analyse bei 1.900 Punkten erreicht worden. Doch bereits mit der regulären Markteröffnung um 15:30 Uhr, wurde der S&P 500 konsequent abverkauft, was ich als bärisches Schwächesignal interpretiere. Der S&P befindet sich nun wieder innerhalb der Seitwärtsrange. Ein Test der unteren Rangebegrenzung ist nun sehr wahrscheinlich! Bei den Indikatoren steht die Stochastik kurz vor einem Verkaufssignal. Das Momentum dreht bereits unter die 0-Linie und bestätigt weiter fallende Kurse. Schaut man sich zudem den SPY – das ETF auf den S&P 500 – an, so ist das enorme Verkaufsvolumen am Freitag auffällig. Gelichzeitig kann man inzwischen einen bärischen Keil einzeichnen, der mit heutigen Anschlussverkäufen ein weiteres bärisches Puzzleteilchen darstellt. 
 
Ein Blick auf den Nasdaq100 zeigt zudem, dass das spekulative Geld inzwischen deutliche Schwäche zeigt. Der Nasdaq ist unter seine grüne mittelfristige Aufwärtstrendlinie gefallen. Er zeigt bei den Indikatoren Verkaufssignale, die weitere Schwäche unterstützen! Der letzte Hochpunkt bei 3675 ist tiefer als die letzten Hochpunkte. Das Tief vom Freitag ist tiefer als der letzte Tiefpunkt vom 27. März. Der 20 Tage und 50 Tage gleitende Durchschnitt sind unterschritten, es deutet sich ein kurzfristiger Trendwechsel an. 

Fazit: Die bärischen Signale haben mit dem letzten Freitag deutlich zugenommen! Ein schwacher Tag ist noch keine Trendwende, doch sprechen viele Indizien dafür, dass die Konsolidierung der letzten Wochen in eine größere Korrektur übergeht. Eine solche Korrektur kann bei den Indizes einen Kursverlust von 10-15% ausmachen und sich über das gesamte zweite Quartal hinziehen. Ein sehr wichtiger Unterstützungsbereich ist in dieser Woche die 1.840/30 Marke. Wird diese Unterstützung unterschritten, ist ein direkter Test der 1.800 sehr wahrscheinlich. Die 1.800 entscheidet dann über den weiteren Verlauf der Korrektur. Die vorsichtige bullische Meinung der letzten Woche ist nun nicht weiter gerechtfertigt. Neupositionierungen auf der Longseite sind vorerst zurückzustellen. Offene Positionen sollten konsequent durch ein durchdachtes Stoppmanagement abgesichert werden.  
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag auf dass Ihr Longs steigen und Ihre Shorts fallen!
Silvio Graß


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